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Fotos zum Seminar III
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Seminar III zum Thema Biografiearbeit
Das 3. Seminar im Rahmen des Projekts fand am zurückliegenden Wochenende, vom 14. bis 15. Oktober statt. Die Veranstaltung sollte als Einführung in die Biografiearbeit dienen und auf die Durchführung von ZeitzeugInnen-Interviews vorbereiten. Dafür kamen die Teilnehmenden dieses Mal nach Witten.
Die Leitung des Seminars übernahmen Norbert Tillmann vom aktuellen forum und Anna Hepp, eine Expertin für Dokumentarfilme. Beide haben bereits viel Erfahrung im Bereich der Interviewführung, der Arbeit mit ZeitzeugInnen und haben darüber hinaus bereits eigene Dokumentarfilme gedreht.
Der erste Veranstaltungstag diente dazu, eine theoretische Basis zu schaffen. Die Referenten gingen auf die Besonderheiten biografischer Interviews ein und zeigten anregende Ausschnitte aus Dokumentarfilmen. Außerdem wurden die Rahmenbedingungen und die Auswahl eines angemessenen Settings besprochen. 
Am darauf folgenden Seminartag versuchten die Teilnehmenden sich dann selbst als Interviewer. Nach einer ausführlichen Einweisung in das technische Equipment, bestehend aus Kameras, verschiedenen Mikrofonen und Ton-Zubehör, wurde der Umgang und die richtige Anwedung geübt. Dazu simulierten die TeilnemerInnen zum einen biografische Interviews in Form von Rollenspielen, gingen aber zum anderen auch auf die Straße und führten kurze Interviews mit Passanten durch. Dabei stellte sich schnell heraus, dass Routine im Umgang mit der Technik und eine vorab geregelte Aufgabenverteilung für einen reibungslosen Ablauf unerlässlich sind.
Abschließend konnte durch die gemeinsame Erarbeitung ein Fragenkatalog erstellt werden, der bei der Interviewführung mit ZeitzeugInnen verschiedener Generationen zum Thema “Dersim” als Leitfaden dienen soll.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten, dass sie dieses Seminar als äußerst interessant und wichtig empfanden, um die verantwortungsvolle Aufgabe, ZeitzeugInnen zu ihren persönlichen Geschichten zu befragen, auch erfolgreich meistern zu können. Sie haben viele Tipps durch die Seminarleitung erhalten, konnten sich aber auch in Gesprächen und Übungen selbst einbringen und eine Grundlage für die bevorstehende Arbeit mit den ZeitzeugInnen erarbeiten.
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Ankündigungen
Im Oktober und November 2011 sind weitere Veranstaltungen im Rahmen des Dersim Projekts geplant:
14.-15. Oktober – Seminar III
Die Durchführung von biografischen Interviews erfordert besondere Sensibilität und Feinfühligkeit. An diesem Seminarwochende sollen Grundlagen der Biografiearbeit thematisiert und ein Leitfaden für Interviewführungen erarbeitet werden. Des Weiteren werden die Teilnehmenden auch eine technische Einführung erhalten. Das Seminar findet in Witten (mit Übernachtung) statt.
20. November – Dialogveranstaltung
Es gibt viele unterschiedliche Sichtweisen im Hinblick auf die Geschichte der Dersim Region. Zu dieser Tagesveranstaltung werden Gäste aus verschiedenen Interessensgruppen eingeladen, um einen Austausch zu ermöglichen und den Dialog zwischen den Gruppen zu fördern. Außerdem werden die bisherigen Ergebnisse der Projektarbeit vorgestellt. Die Veranstaltung findet im Centrum Westende, Westender Str. 30, 47138 Duisburg statt.
Bei Interesse, Fragen oder Anregungen bzgl. der Veranstaltungen stehen die Ansprechpartner gerne zur Verfügung.
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Seminar II zum Dersim-Genozid
Das Vertiefungsseminar zum Thema “Dersim-Genozid von 1937/38″ fand am 4. und 5. Juni statt. Zahlreiche TeilnehmerInnen machten sich dafür erneut auf den Weg nach Duisburg und kamen in den Räumlichkeiten der Dersim Gemeinde zusammen.
Zu Gast war an diesem Wochenende der Sozialwissenschaftler Ali Arslan Yildiz von der Utrecht-Universität in den Niederlanden. Er ist Experte auf dem Gebiet der “oral history” und besitzt fundierte Kenntnisse bezüglich ZeitzeugInnen und Interviewführung.
Das Thema “Dersim” liegt ihm besonders am Herzen, da ein Teil seiner Familie selbst
aus dieser Region stammt und er mit Geschichten aus der damaligen Zeit aufgewachsen ist. Neben geschichtlichen Details zum Dersim-Genozid ging der Wissenschaftler ebenfalls auf die Vorbereitung und Durchführung biografischer Interviews ein. Er betonte immer wieder, dass dabei vor allem der sensible und feinfühlige Umgang mit den ZeitzeugInnen und ihren (Lebens-) Geschichten grundlegende Voraussetzung sein muss.
Ali Arsland Yildiz lieferte
viele interessante Informationen, gab den Teilnehmenden aber auch reichlich Raum für Fragen und Anmerkungen. So kamen auch an diesen Tagen die TeilnehmerInnen wieder ins Gespräch und konnten weitere spannende Eindrücke sammeln.
Das nächste Seminarwochenede findet vom 14. bis 16. Oktober statt, an dem die TeilnehmerInnen in die Thematik der Biografiearbeit eingeführt werden sollen.
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Weitere Eindrücke zum Seminar I
Bilder zeigen das damalige Dersim
Die Teilnehmenden im Gespräch mit Mehmet Bayrak
Die Teilnehmenden formulieren ihre Erwartungen an das Projekt
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Feedback der Teilnehmenden
Die Teilnehmenden gaben am Ende des Tages folgende Rückmeldungen über den Verlauf des ersten Seminars:
“Ich bin sehr zufrieden über das Seminar zum Dersim-Genozid. Der eingeladene Redner hat ausführliche Informationen weitergegeben. Ich möchte den Organisatoren für ihre Arbeit und Mühe danken.”
“Ich finde es wichtig, dass es solche Seminare gibt, es sollten öfter solche Veranstaltungen durchgeführt werden. Mehmet Bayrak konnte alle Infos belegen, ich möchte mich für die neuen Informationen zum Thema bedanken.”
“Das Seminar zum Dersim Projekt fand mit vielen interessanten Menschen aus Dersim und Umgebung statt. Viele Themen wurden angesprochen und diskutiert. Der Schriftsteller Mehmet Bayrak hat zudem sehr detaillierte Informationen zu Teilbereichen des Dersim Genozids gegeben, die bisher nur wenig in der Öffentlichkeit angesprochen wurden. Es war auch sehr interessant zu hören, wie Zusammenhänge, die ein bis zwei Jahrhunderte zuvor begannen, mit dem Genozid beendet wurden. Das Seminar hat gezeigt, dass es viel mehr Hintergründe und Bemühungen gab, als bisher angenommen. Viele Jahre zuvor begannen bereits die Vorbereitungen, dieses Volk (Dersimer) zu vernichten. Es bedarf einer sehr genauen Betrachtung und einem sehr detaillierten Historiewissen, um diese Zusammenhänge herauszukristallisieren und zu verstehen. Alle besprochenen Themen sind wissenschaftlich belegt und teilweise in staatlichen Archiven wiederzufinden. Ich bin gespannt, was die weiteren Seminare an Erkenntnissen bringen werden. Ganz sicher bin ich, dass dieses Projekt am Ende einen guten Beitrag zum Verständnis und zur Bekanntmachung des Dersim Genozids beitragen wird.”
“Der Vortrag von Mehmet Bayrak zum Dersim Genozid war sehr gründlich und umfangreich. Aufgrund seines großen Wissens über die damaligen Ereignisse behandelt er das Thema sehr fachgerecht. Er konnte seine Aussagen gut begründen und belegen.”
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Seminar I – Rege Teilnahme in Duisburg
Am 14. und 15. Mai fand in den Räumlichkeiten der Dersim Gemeinde Rhein-Ruhr e.V. das erste Seminarwochenende statt. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung und kamen nach Duisburg, um an den ersten Treffen im Rahmen des Dersim-Projektes teilzunehmen. Ziele der Wochenendveranstaltung waren zum einen das gegenseitige Kennenlernen der Teilnehmenden und zum anderen die Einführung in die Thematik des Dersim-Genozids von 1937/38.
Zum Einstieg erfolgten ein Kennenlernen und erste Gespräche unter den TeilnehmerInnen. Eine erste Annäherung an das Thema Dersim brachte bereits das Zusammentragen der Teilnehmendenerwartungen. Hier wurde deutlich, dass großes Interesses an dem Thema selbst besteht, die Teilnehmenden sich aber auch den Austausch mit anderen und Diskussionsmöglichkeiten wünschen.
Am Folgetag wurde dann nach einem gemeinsamen Frühstück noch einmal kurz über den zeitlichen sowie inhaltlichen Ablauf des Projektes informiert und der Projektblog mit der dazugehörigen Internetadresse vorgestellt. Anschließend wurde der Schriftsteller Mehmet Bayrak aus Bonn begrüßt, der sich seit rund 40 Jahren mit der Geschichte der Dersim-Region auseinandersetzt. In einem Vortrag, unterstützt von vielen Bildern, gab er den Teilnehmenden detaillierte und belegte Informationen über historische Ereignisse beginnend mit der Zeit des Osmanischen Reiches bis hin zur Atatürkschen Republik. Außerdem sprach er über den Dersim-Genozid als Tabuthema in der Türkei und regte einen ersten Austausch über den Umgang mit der Geschichte an.
Zahlreiche positive Rückmeldungen der Teilnehmenden bezüglich des ersten Seminars zeigen, dass ein hoher Gesprächsbedarf besteht und die Bereitschaft an einem Austausch zum Thema „Dersim“ sehr groß ist. Der Dialog zwischen den Gruppierungen wird als sehr wichtig angesehen, um auch mit Hilfe des Projektes einen guten Beitrag zum Verständnis der vernachlässigten Geschichte Dersims zu leisten.
Das nächste Seminar zur differenzierten Auseinandersetzung mit der Geschichte Dersims findet am 4. (Beginn: 12 Uhr) und 5. Juni in den Räumen der Dersim Gemeinde in Duisburg statt. Hierzu laden wir recht herzlich ein!
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